Verspätungszuschlag-Rechner
Frist verpasst? Der Rechner zeigt, welchen Verspätungszuschlag das Finanzamt festsetzen darf oder muss, und was eine späte Zahlung an Säumniszuschlag kostet.
Deine Erklärung
Einkommensteuer, Körperschaftsteuer oder Umsatzsteuer-Jahreserklärung.
Frist: Do., 31.07.2025
Zum Beispiel Einkommensteuer-Vorauszahlungen oder Lohnsteuer aus einem Angestelltenjob.
Verspätungszuschlag
Möglich: das Finanzamt entscheidet
75,00 €
Das Finanzamt entscheidet nach Ermessen. Setzt es den Zuschlag fest, gilt die gesetzliche Höhe unten.
- Angefangene Monate Verspätung3
- Steuer minus Vorauszahlungen4.000,00 €
- 0,25 % pro Monat10,00 €
- Mindestens pro Monat25,00 €
- Zuschlag pro Monat25,00 €
- Verspätungszuschlag75,00 €
Zwingend bei Abgabe nach dem Do., 30.04.2026. Ausnahme: Die Steuer übersteigt die Vorauszahlungen nicht.
Der Rechner zeigt die gesetzliche Höhe, abgerundet auf volle Euro. Nachzahlungszinsen auf Jahressteuern können hinzukommen.
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Jetzt nachholenSo rechnet das Finanzamt den Verspätungszuschlag
Jahreserklärungen: 0,25 % der festgesetzten Steuer abzüglich Vorauszahlungen und Steuerabzüge, mindestens 25 € für jeden angefangenen Monat der Verspätung.
Gewerbesteuererklärung: 25 € für jeden angefangenen Monat, unabhängig von der Höhe des Messbetrags.
Voranmeldungen: Keine gesetzliche Formel. Ob und in welcher Höhe das Finanzamt einen Zuschlag festsetzt, liegt in seinem Ermessen: Es berücksichtigt Dauer und Häufigkeit der Verspätung und die Höhe der Steuer.
Automatisch nach 14 Monaten: Geht eine Jahreserklärung später als 14 Monate nach Ende des Steuerjahres ein, muss das Finanzamt den Zuschlag festsetzen, auch mit Steuerberater. Für 2020 bis 2024 gelten längere Zeiträume, für 2024 bis zum 30. April 2026. Ausnahmen: verlängerte Frist oder keine Steuer über den Vorauszahlungen.
Höchstbetrag: 25.000 € je Erklärung, abgerundet auf volle Euro. Der frühere Deckel von 10 % der Steuer gilt nicht mehr.
Säumniszuschlag: wenn die Zahlung zu spät kommt
Höhe: 1 % der auf 50 € abgerundeten Steuer für jeden angefangenen Monat, also 12 % im Jahr.
Schonfrist: Drei Tage bei Überweisung. Bei Zahlung per Scheck oder bar gibt es keine.
Späte Voranmeldung: Säumniszuschläge laufen erst ab dem Tag nach Eingang der Anmeldung. Wer mit der Abgabe zahlt, zahlt keine.
Ohne Bescheid: Der Säumniszuschlag entsteht kraft Gesetzes. Er lässt sich nur in Härtefällen erlassen.
Zusätzlich: Bei Nachzahlungen aus Jahressteuern können Nachzahlungszinsen von 0,15 % pro vollem Monat dazukommen.
FAQ
Wie hoch ist der Verspätungszuschlag?
Für eine Jahreserklärung 0,25 % der Steuer nach Abzug von Vorauszahlungen, mindestens 25 € pro angefangenen Monat. Beispiel: 4.000 € Nachzahlung, drei Monate zu spät: 0,25 % sind 10 €, also greift die Untergrenze: 3 × 25 € = 75 €.
Gibt es einen Verspätungszuschlag bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung?
Ja, wenn das Finanzamt ihn festsetzt. Eine gesetzliche Formel gibt es dafür nicht: Das Finanzamt berücksichtigt Dauer und Häufigkeit der Verspätung und die Höhe der Steuer, höchstens 25.000 €. Bei einzelnen, kurzen Verspätungen verzichten Finanzämter oft darauf, bei wiederholten kaum. Säumniszuschläge fallen nicht an, wenn du mit der Abgabe zahlst.
Ab wann wird der Verspätungszuschlag automatisch festgesetzt?
Wenn die Jahreserklärung später als 14 Monate nach Ende des Steuerjahres eingeht, für 2025 also nach dem 28. Februar 2027. Für 2020 bis 2024 gelten wegen der Corona-Fristverlängerungen längere Zeiträume, für 2024 bis zum 30. April 2026. Das gilt auch mit Steuerberater. Keine Pflicht besteht, wenn das Finanzamt die Frist verlängert hat oder die Steuer die Vorauszahlungen nicht übersteigt.
Was ist der Unterschied zwischen Verspätungszuschlag und Säumniszuschlag?
Der Verspätungszuschlag bestraft die zu späte Abgabe einer Erklärung, der Säumniszuschlag die zu späte Zahlung. Beides kann gleichzeitig anfallen, wenn du zu spät abgibst und zu spät zahlst.
Kann ich gegen einen Verspätungszuschlag Einspruch einlegen?
Ja, innerhalb eines Monats nach dem Bescheid. Aussicht hat er vor allem bei unverschuldeter Verspätung, etwa wegen Krankheit, oder wenn das Finanzamt sein Ermessen falsch ausgeübt hat. Beim zwingenden Zuschlag nach 14 Monaten bleibt wenig Spielraum.
Was passiert, wenn ich gar keine Erklärung abgebe?
Das Finanzamt schätzt die Besteuerungsgrundlagen, meist zu hoch, und setzt den Verspätungszuschlag bis zum Schätzungsbescheid fest. Dazu kann ein Zwangsgeld kommen. Eine Erklärung nachzureichen ist fast immer günstiger.