Beste Buchhaltungssoftware für Selbstständige — 10 Tools im Vergleich (2026)

Diana
Aktualisiert am:
25.02.2026

Buchhaltungssoftware gibt es in Deutschland mittlerweile genug — das Problem ist eher, das richtige Tool zu finden. Die Unterschiede liegen nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, wie viel Arbeit dir das Programm tatsächlich abnimmt und welche Steuerarten du damit abgeben kannst.
Hier sind 10 Buchhaltungsprogramme für Freelancer und Selbstständige im Vergleich — mit echten Preisen, Steuer-Features und einem klaren Blick darauf, was jedes Tool kann und wo es aufhört.
Steuerberater oder Software — brauchst du überhaupt ein Tool?
Bevor du dich durch 10 Tools klickst: vielleicht brauchst du gar keins.
Ein Steuerberater kostet für Kleinunternehmer mindestens €1.800 im Jahr — Regelbesteuerte zahlen schnell €2.500+. Dafür bekommst du jemanden, der alles für dich macht: USt-VA, EÜR, Einkommensteuer, Gewerbesteuer. Du gibst Belege ab, der Rest läuft.
Die Frage ist also nicht „welches Tool?", sondern zuerst: willst du dich überhaupt mit Buchhaltung beschäftigen?
Steuerberater ist sinnvoll, wenn:
Deine Situation komplex ist (mehrere Einkommensquellen, Immobilien, Auslandseinkünfte, UG/GmbH)
Du dich null mit Steuern auseinandersetzen willst
Du das Budget hast (€1.800–3.000+/Jahr)
Software reicht, wenn:
Du Freelancer oder Kleinunternehmer bist mit überschaubaren Einnahmen
Du bereit bist, 30–60 Minuten im Monat zu investieren (oder weniger, mit dem richtigen Tool)
Du €100–300/Jahr statt €1.800+ ausgeben willst
Beides kombinieren: Viele Freelancer nutzen Software für die tägliche Buchhaltung und die USt-VA, und geben nur die Einkommensteuererklärung an den Steuerberater. Mit DATEV-Export funktioniert das mit jedem Tool auf dieser Liste.
Worauf es wirklich ankommt
Die meisten Vergleiche listen „ELSTER-Schnittstelle: ✓" und „Bankanbindung: ✓" auf. Das hilft dir nicht — im Jahr 2026 hat das praktisch jedes Tool. Hier sind die Kriterien, die tatsächlich einen Unterschied machen:
1. Automatisierungstiefe Der mit Abstand wichtigste Faktor. Wie viel Handarbeit bleibt bei dir hängen? Es gibt drei Stufen:
Manuell: Du kategorisierst jede Transaktion selbst, ordnest Belege zu, füllst Formulare aus. (FastBill, Papierkram, WISO)
Halb-automatisiert: Das Tool schlägt Kategorien vor, du bestätigst. Belege werden gescannt, aber du prüfst und korrigierst. (Lexoffice, sevDesk, BuchhaltungsButler)
KI-Autopilot: Das Tool kategorisiert, erkennt Betriebsausgaben, füllt Steuererklärungen vor und reicht sie ein — du bestätigst nur. (Norman)
2. Tatsächlicher Preis „Ab €7,90/Monat" klingt günstig — bis du merkst, dass du für Steuerabgabe den nächsthöheren Tarif brauchst. Wir vergleichen hier den Preis, den ein typischer Freelancer tatsächlich zahlt, nicht den Marketing-Einstiegspreis.
3. Steuerabgabe-Umfang USt-VA kann fast jedes Tool. Aber EÜR? Einkommensteuer? Gewerbesteuer? Je weniger Steuererklärungen du im Tool abgeben kannst, desto mehr landest du doch wieder beim Steuerberater.
4. Für wen gebaut Manche Tools sind für kleine Unternehmen mit 10 Mitarbeitern gebaut und werden an Freelancer vermarktet. Andere sind tatsächlich für Solo-Selbstständige gedacht. Das merkt man im Alltag.
Schnellvergleich
Tool | Am besten für | Tatsächlicher Preis* | USt-VA | EÜR | ESt | GewSt | Bankanbindung | KI-Automatisierung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Norman | Volle Automatisierung — Steuern und Buchhaltung | Kostenlos + ab €12/Mo. bei Abgabe | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | Voll — KI macht die Arbeit |
Lexoffice | Umfangreichste Funktionen + Lohnbuchhaltung | ~€14–27/Mo. | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | Minimal |
sevDesk | Buchhaltung-zuerst mit starkem Reporting | ~€15–26/Mo. | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | Minimal |
Vivid Business | Banking + Buchhaltung in einer App | Kostenlos (mit Vivid-Konto) | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ (ist eine Bank) | Teilweise |
Accountable | Steuern-zuerst für Solo-Freelancer | €29,90/Mo. (Taxes-Tarif) | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | Chatbot (5 Anfragen/Mo.) |
FastBill | Schnelle Rechnungsstellung | ~€9–27/Mo. | Über DATEV | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | Nein |
Papierkram | Zeiterfassung + projektbasierte Abrechnung | Kostenlos – ~€15/Mo. | Über DATEV | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | Nein |
Sorted | Einfache Steuerabgabe, günstiger Preis | Ab €98/Jahr | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ | Teilweise |
BuchhaltungsButler | Power-User mit Steuerberater | ~€25/Mo. | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | KI-Belegzuordnung |
WISO MeinBüro | Traditionelle Kleinunternehmen | ~€15–25/Mo. | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ | Nein |
Preis, den ein typischer Freelancer für Buchhaltung + Steuerabgabe tatsächlich zahlt. Nicht der Marketing-Einstiegspreis.
1. Norman — KI-Buchhaltung auf Autopilot
Am besten für: Freelancer, Freiberufler und Gewerbetreibende, die wollen, dass Steuern und Buchhaltung mit minimalem Aufwand laufen.
Norman ist das einzige Tool auf dieser Liste, bei dem KI nicht nur ein Feature ist, sondern der Kern des Produkts. Das heißt konkret: Du verbindest dein Bankkonto, und Norman kategorisiert deine Transaktionen, ordnet Belege zu, erkennt Betriebsausgaben, die du übersehen hättest, berechnet die Umsatzsteuer und füllt deine Steuererklärungen vor — fertig zur direkten Übermittlung ans Finanzamt.
Der entscheidende Unterschied zu allen anderen Tools: Die KI beantwortet nicht nur Fragen oder schlägt Kategorien vor — sie macht die Arbeit. Du kannst mit dem KI-Assistenten reden, während er deine Erklärung ausfüllt und übermittelt. Das ist kein Chatbot, das ist ein Co-Pilot.
Norman ist außerdem das einzige Tool, das den kompletten Steuerumfang abdeckt: USt-VA, EÜR, Einkommensteuer und Gewerbesteuer. Die meisten Konkurrenten hören nach der USt-VA und EÜR auf — für die Einkommensteuer landest du dann doch wieder bei ELSTER oder beim Steuerberater. Bei Norman nicht.
Stärken:
KI-gestützte Transaktionskategorisierung und Belegerfassung — ohne Anfrage-Limit, ohne manuelle Zuordnung
Automatische Betriebsausgaben-Erkennung mit personalisierten Spartipps
Direkte Finanzamt-Übermittlung: USt-VA, EÜR, Einkommensteuer, Gewerbesteuer — alles in einem Tool
ZUGFeRD- und XRechnungs-konforme E-Rechnungen
Echtzeit-Steuerbelastungs-Dashboard
Funktioniert für Kleinunternehmer, Freiberufler, Gewerbetreibende — und auch für Privatpersonen und Unternehmen
Einschränkungen:
Jünger als etablierte Anbieter wie Lexoffice oder sevDesk
Weniger Integrationen als die marktführenden Tools
Kein Lohnbuchhaltungs-Modul
Preis: Tägliche Buchhaltung kostenlos (Bankimport, Kategorisierung, Belegerfassung, Betriebsausgaben-Erkennung). Steuerabgabe ab €12/Monat für Kleinunternehmer, €24/Monat für Regelbesteuerte. Einkommensteuererklärung ab €39.
Am besten geeignet, wenn: Du möglichst wenig Zeit mit Buchhaltung verbringen willst und ein Tool suchst, das wirklich alles abdeckt — von der täglichen Kategorisierung bis zur Einkommensteuererklärung.
2. Lexoffice (Lexware Office) — Der Marktführer
Am besten für: Selbstständige und kleine Unternehmen, die den größten Funktionsumfang und die meisten Integrationen brauchen.
Lexoffice ist seit über einem Jahrzehnt die Standard-Empfehlung in Deutschland. Feature-komplett, breit integriert und mit Lohnbuchhaltung in den höheren Tarifen — etwas, das die meisten Konkurrenten nicht anbieten.
Aber „Marktführer" heißt nicht „bestes Tool für jeden." Die Preise sind in den letzten Jahren gestiegen, Features in den günstigeren Tarifen wurden gestrichen, und die Oberfläche wirkt neben neueren Tools datiert. KI-Automatisierung? Praktisch nicht vorhanden — du kategorisierst und ordnest alles manuell zu.
Stärken:
Die meisten Integrationen aller deutschen Buchhaltungstools
Lohnbuchhaltung inklusive (höhere Tarife)
Riesige Community und Dokumentation
Bewährter DATEV-Export-Workflow
Einschränkungen:
Keine Einkommensteuer- oder Gewerbesteuerabgabe
Preise gestiegen, Features in Basis-Tarifen reduziert
Oberfläche wirkt veraltet
Keine nennenswerte KI-Automatisierung — Handarbeit bleibt bei dir
Nur auf Deutsch (Rechnungen können auf Englisch erstellt werden)
Preis: Ab €7,90/Monat (S-Tarif, nur Rechnungen). Für Buchhaltung + USt-VA brauchst du den M-Tarif (~€14/Monat) oder höher. Wer Lohnbuchhaltung braucht, zahlt ~€27/Monat.
Am besten geeignet, wenn: Du den breitesten Funktionsumfang willst, Lohnbuchhaltung brauchst oder viele Integrationen benötigst — und kein Problem damit hast, alles manuell zu kategorisieren.
3. sevDesk — Buchhaltung-zuerst mit starkem Reporting
Am besten für: Freelancer und kleine Unternehmen, die solide Buchhaltung und Reporting wollen.
sevDesk ist Lexoffices engster Konkurrent: ähnlicher Umfang, ähnliche Zielgruppe, ähnliche Preise. Der Ansatz ist Buchhaltung-zuerst — Bankabgleich, Rechnungswesen und Reporting stehen im Mittelpunkt.
Warum Leute sevDesk statt Lexoffice wählen: etwas modernere Oberfläche, bessere Rechnungsanpassung. Warum nicht: gemischte Reviews zum Kundensupport, und der mittlere Tarif ist steil.
Stärken:
Starke Buchhaltung und Bankabgleich
Anpassbare Rechnungsstellung und Reporting
DATEV-Export für Steuerberater-Übergabe
Direkte USt-VA-Abgabe über ELSTER
Große Nutzerbasis
Einschränkungen:
Keine Einkommensteuer- oder Gewerbesteuerabgabe
Mittlerer Tarif (~€25/Monat) teuer für Solo-Freelancer
Schwankende Kundensupport-Qualität
Wenig KI-Automatisierung
Nur auf Deutsch
Preis: Ab ~€12,90/Monat (Rechnungstarif). Buchhaltung + USt-VA ab ~€15/Monat. Volle Buchhaltung ~€25,90/Monat.
Am besten geeignet, wenn: Du eine solide, bewährte Buchhaltungslösung suchst und Wert auf Reporting und Rechnungsanpassung legst — und bereit bist, die Kategorisierung selbst zu machen.
4. Vivid Business — Banking + Buchhaltung in einer App
Am besten für: Freelancer, die Geschäftskonto, Rechnungen, Buchhaltung und USt-VA-Abgabe an einem Ort haben wollen.
Vivid hat als Consumer-Banking-App angefangen, aber das Business-Produkt hat sich zu einer All-in-One-Finanzplattform für Selbstständige entwickelt. Du bekommst ein vollwertiges deutsches Geschäftskonto (mit IBAN), und dazu: USt-VA-Abgabe, Buchhaltung, Rechnungserstellung und Steuerübermittlung — alles in derselben App.
Der Vorteil: Wenn dein Bankkonto gleichzeitig dein Buchhaltungstool ist, gibt es kein Synchronisieren, keine CSV-Importe, kein Abgleichen. Jede Transaktion ist schon da.
Stärken:
Geschäftskonto + Buchhaltung in einer App — kein Sync nötig
USt-VA-Abgabe und Buchhaltung integriert
Rechnungsstellung mit Zahlungsverfolgung
Kostenlos mit Vivid-Geschäftskonto
Starke mobile Erfahrung
Einschränkungen:
Du musst Vivid als Geschäftskonto nutzen
Buchhaltungs-Features noch relativ neu
Weniger Integrationen als standalone Buchhaltungssoftware
Keine EÜR-, Einkommensteuer- oder Gewerbesteuerabgabe
Bei komplexen Steuersituationen an seinen Grenzen
Preis: Kostenlos mit Vivid-Geschäftskonto.
Am besten geeignet, wenn: Du frisch startest, kein bestehendes Geschäftskonto hast und alles — Banking, Rechnungen, Buchhaltung, USt-VA — in einer einzigen App willst, ohne etwas zu bezahlen.
5. Accountable — Steuern-zuerst für Solo-Freelancer
Am besten für: Solo-Freelancer, die ein einfaches Steuertool mit englischer Oberfläche wollen.
Accountable wurde speziell für Freelancer in Deutschland gebaut — nicht von KMU-Software abgeleitet. Der Fokus liegt auf Steuer-Compliance: Ausgaben klassifizieren, USt-VA berechnen, Steuererklärungen abgeben. Es ist eines der wenigen Tools mit vollständiger englischer Oberfläche.
Die Nachteile: Der Taxes-Tarif kostet €29,90/Monat — das ist am oberen Ende. Die Kleinunternehmer-Unterstützung ist lückenhaft bei einigen Abgabearten. Und der „KI-Steuerberater" ist auf 5 Anfragen pro Monat beschränkt — ein einfacher Chatbot, der Fragen beantwortet, aber nichts für dich erledigt.
Stärken:
Speziell für Freelancer gebaut
Direkte Steuerabgabe (USt-VA, EÜR, Einkommensteuer)
Saubere, einsteigerfreundliche Oberfläche
Vollständige englische Oberfläche
Einschränkungen:
Taxes-Tarif €29,90/Monat — teuer für Solo-Freelancer
KI-Chatbot auf 5 Anfragen/Monat beschränkt, kann nur Fragen beantworten
Kleinunternehmer-Unterstützung mit Lücken
Keine Gewerbesteuer
Nutzer berichten von Problemen mit der Bankanbindung
Preis: Gratis-Tarif (Rechnungen + 5 Belegscans/Monat). Taxes €29,90/Monat (jährlich) oder €39,90/Monat (monatlich). Max €59,90/Monat.
Am besten geeignet, wenn: Du Freelancer bist, Englisch bevorzugst und ein einfaches Steuertool suchst, das USt-VA, EÜR und Einkommensteuer abdeckt — und der Preis kein Problem ist.
6. FastBill — Schnell Rechnungen raus
Am besten für: Freelancer, die schnelle Rechnungsstellung und Ausgabenverfolgung wollen — und den Rest an einen Steuerberater geben.
FastBill konzentriert sich auf das, was es gut kann: Rechnungen schnell rausschicken, Ausgaben tracken, Bankabgleich. Es versucht nicht, ein vollständiges Buchhaltungstool zu sein, und das ist okay — wenn du einen Steuerberater hast.
Stärken:
Schneller, intuitiver Rechnungs-Workflow
Solider Bankabgleich
DATEV-Export für Steuerberater
Günstig im Einstieg
Einschränkungen:
Keine direkte Finanzamt-Abgabe
Kein EÜR, keine Einkommensteuer, keine Gewerbesteuer
Eingeschränktes Reporting
Keine KI-Automatisierung
Nur auf Deutsch
Preis: Ab ~€9/Monat. Vollversion ~€27/Monat.
Am besten geeignet, wenn: Du einen Steuerberater hast und nur ein schnelles, günstiges Tool für Rechnungen und Ausgaben brauchst.
7. Papierkram — Beste Gratis-Option für Zeiterfasser
Am besten für: Berater, Designer und Entwickler, die nach Stunden abrechnen und projektbasierte Abrechnung wollen.
Papierkram stellt Zeiterfassung und Projektmanagement in den Mittelpunkt, mit Buchhaltung drumherum gebaut. Wenn dein Workflow „Stunden tracken → Rechnung stellen" lautet, passt dieses Tool besser als die meisten anderen.
Stärken:
Großzügiger kostenloser Tarif
Exzellente Zeiterfassung und Projektmanagement
Rechnungsstellung direkt aus erfassten Zeiten
DATEV-Export
Einschränkungen:
Keine direkte Steuerabgabe
Wenig Automatisierung
Oberfläche funktional, aber nicht modern
Nur auf Deutsch
Preis: Kostenloser Tarif verfügbar. Kostenpflichtige Tarife ab ~€8/Monat.
Am besten geeignet, wenn: Du nach Stunden abrechnest, Zeiterfassung direkt in der Buchhaltung willst und mit einem Steuerberater arbeitest.
8. Sorted — Einfache Steuerabgabe, günstiger Preis
Am besten für: Freelancer, die unkomplizierte Steuerabgabe wollen, ohne volle Buchhaltungs-Suite.
Sorted bietet ein fokussiertes Steuertool — USt-VA, EÜR und Einkommensteuer — mit einer sauberen Oberfläche und englischer Unterstützung. Deutlich günstiger als Accountable bei ähnlichem Steuerumfang.
Stärken:
Direkte Steuerabgabe (USt-VA, EÜR, Einkommensteuer)
Englische und deutsche Oberfläche
GuV-Auswertungen und Zahlungserinnerungen
Deutlich günstiger als die meisten Konkurrenten
Einschränkungen:
Weniger Buchhaltungs- und Rechnungsfeatures
Kleinere Community
Weniger Integrationen
Keine Gewerbesteuer
Bei komplexen Steuersituationen begrenzt
Preis: Ab €98/Jahr für Kleinunternehmer. €20/Monat für volle USt-Features.
Am besten geeignet, wenn: Du ein günstiges, unkompliziertes Steuertool suchst und keine volle Buchhaltungssoftware brauchst.
9. BuchhaltungsButler — Für Power-User mit Steuerberater
Am besten für: Erfahrene Selbstständige, die detaillierte Buchhaltungskontrolle wollen und eng mit einem Steuerberater zusammenarbeiten.
BuchhaltungsButler ist näher an „richtiger" Buchhaltungssoftware als die meisten Tools auf dieser Liste. Transaktionen werden per KI automatisch kategorisiert, und du bekommst DATEV-nahe Kontrolle, die einfachere Tools nicht bieten.
Stärken:
KI-gestützte Beleg- und Transaktionszuordnung
Tiefe Buchhaltungsfunktionalität
Ideal für die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater
Starkes Reporting
Einschränkungen:
Steilere Lernkurve
Teuer (~€25/Monat)
Keine Einkommensteuer- oder Gewerbesteuerabgabe
Für einfache Setups überdimensioniert
Nur auf Deutsch
Preis: Ab ~€25/Monat.
Am besten geeignet, wenn: Du die Buchhaltung granular kontrollieren willst und eng mit einem Steuerberater arbeitest — und Lexoffice oder sevDesk dir zu oberflächlich sind.
10. WISO MeinBüro — Der Klassiker
Am besten für: Kleinunternehmen, die eine vertraute, unkomplizierte Buchhaltungslösung suchen.
WISO ist ein etablierter Name bei deutscher Steuersoftware. MeinBüro bringt das auf die Kleinunternehmer-Buchhaltung — geradlinig, ohne Überraschungen, mit solider ELSTER- und DATEV-Integration.
Stärken:
Vertrauenswürdige deutsche Marke
Solide Buchhaltung und Rechnungsstellung
ELSTER- und DATEV-Integration
Gut für traditionelle Kleinunternehmen
Einschränkungen:
Oberfläche eher „Desktop" als cloud-native
Keine KI-Automatisierung
Nicht speziell für Freelancer gebaut
Keine Einkommensteuer- oder Gewerbesteuerabgabe im Buchhaltungsmodul
Nur auf Deutsch
Preis: Ab ~€15/Monat.
Am besten geeignet, wenn: Du bereits andere WISO-Produkte nutzt und ein solides, konservatives Buchhaltungstool willst.
Welches Tool passt zu dir?
Statt generischer Tipps — hier konkrete Empfehlungen nach Situation:
Du bist Kleinunternehmer (unter €25.000 Umsatz) Du brauchst keine volle Buchhaltungs-Suite. Sorted (ab €98/Jahr) oder Norman (Buchhaltung kostenlos, Abgabe ab €12/Monat) decken alles ab, was du brauchst, ohne dass du für Features zahlst, die du nicht nutzt.
Du bist Freiberufler in IT, Beratung oder Kreativbranche Du willst möglichst wenig Zeit mit Buchhaltung verbringen. Norman übernimmt die Kategorisierung und Abgabe per KI. Papierkram ist die Alternative, wenn Zeiterfassung dein Hauptproblem ist.
Du bist Gewerbetreibender mit Wareneinkauf Du brauchst stärkere Buchhaltung und Reporting. sevDesk oder Lexoffice sind hier die richtige Wahl. Wenn du außerdem Gewerbesteuer im Tool abgeben willst, bleibt nur Norman.
Du sprichst kein Deutsch Norman, Accountable und Sorted haben vollständige englische Oberflächen. Vivid Business ebenfalls. Lexoffice, sevDesk, FastBill, Papierkram, BuchhaltungsButler und WISO sind ausschließlich auf Deutsch.
Du willst dich null mit Buchhaltung beschäftigen Entweder Norman (KI macht die Arbeit, du bestätigst nur) oder ein Steuerberater (€1.800+/Jahr, jemand anderes macht alles). Alles dazwischen erfordert deine aktive Mitarbeit.
Du hast einen Steuerberater und brauchst nur Vorarbeit FastBill (günstig, Rechnungen-fokussiert), Papierkram (wenn du Zeiterfassung brauchst) oder BuchhaltungsButler (wenn du granulare Kontrolle willst). Alle haben DATEV-Export.
FAQ
Welche Buchhaltungssoftware ist Testsieger 2026?
Es gibt keinen objektiven „Testsieger" — es kommt auf deine Situation an. sevDesk und Lexoffice sind die bekanntesten. Norman bietet die meiste KI-Automatisierung und den breitesten Steuerumfang. Wer Zeiterfassung braucht, nimmt Papierkram. Wer eine englische Oberfläche will, schaut sich Norman, Accountable oder Sorted an.
Was kostet Buchhaltungssoftware für Selbstständige?
Von kostenlos (Norman Buchhaltung, Vivid, Papierkram Gratis-Tarif) bis ~€30/Monat (Accountable Taxes, sevDesk Buchhaltung). Die meisten Freelancer landen bei €10–25/Monat. Zum Vergleich: ein Steuerberater kostet mindestens €1.800/Jahr.
Brauche ich als Freelancer einen Steuerberater?
Nicht unbedingt. Tools wie Norman, Accountable und Sorted können USt-VA, EÜR und Einkommensteuer direkt ans Finanzamt übermitteln. Norman deckt zusätzlich Gewerbesteuer ab. Wenn deine steuerliche Situation einfach ist, sparst du mit Software €1.500+ im Jahr. Bei komplexen Situationen lohnt sich ein Steuerberater trotzdem.
Welche Software kann Steuern direkt ans Finanzamt übermitteln?
Norman (USt-VA, EÜR, ESt, GewSt — breitester Umfang), Lexoffice (USt-VA, EÜR), sevDesk (USt-VA, EÜR), Accountable (USt-VA, EÜR, ESt), Sorted (USt-VA, EÜR, ESt), BuchhaltungsButler (USt-VA, EÜR) und WISO MeinBüro (USt-VA, EÜR). FastBill und Papierkram nur über DATEV.
Kann ich mitten im Jahr die Software wechseln?
Ja. Exportiere deine Daten per DATEV. Die meisten Tools unterstützen DATEV-Import. Dein Steuerberater kann mit Exporten aus jedem Tool arbeiten. Achte auf Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen bei deinem aktuellen Anbieter.
Welche Buchhaltungssoftware funktioniert auf Englisch?
Norman, Accountable, Sorted und Vivid Business haben englische Oberflächen. Lexoffice, sevDesk, FastBill, Papierkram, BuchhaltungsButler und WISO sind ausschließlich auf Deutsch verfügbar.
Welche Software eignet sich für Kleinunternehmer?
Norman (ab €12/Monat für Steuerabgabe, tägliche Buchhaltung kostenlos), Sorted (ab €98/Jahr) und Accountable (Gratis-Tarif verfügbar, Steuerabgabe ab €29,90/Monat) sind speziell für Kleinunternehmer geeignet. Lexoffice und sevDesk funktionieren ebenfalls, sind aber für den typischen Kleinunternehmer überdimensioniert.