DATEV Alternative 2026: Die 6 besten Tools für Selbstständige

Fröhliche Diana, leitende Glücklichkeitsbeauftragte

Diana

Master of Science in Unternehmensfinanzierung

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Aktualisiert am:

DATEV begrüßt neue Kolleginnen und Kollegen

Warum Selbstständige eine DATEV Alternative suchen

DATEV ist die bekannteste Buchhaltungssoftware in Deutschland — und gleichzeitig eine, die für die meisten Selbstständigen schlicht nicht gemacht ist. Das System wurde für Steuerberater entwickelt, nicht für Freelancer oder Einzelunternehmer, die ihre Bücher selbst führen wollen. Das Ergebnis: steile Lernkurve, komplexe Oberfläche und Kosten, die sich schnell summieren.

DATEV Unternehmen Online, das Mandanten-Modul für Selbstständige, hat keine öffentlich einsehbaren Preise — der Zugang läuft über deinen Steuerberater, der das Produkt lizenziert und dir Zugang verschafft. Die eigentliche Buchhaltung macht weiterhin der Steuerberater; du lädst Belege hoch. Wer seinen Alltag selbst im Griff haben will, zahlt also doppelt: einmal für das Tool, einmal für den Berater.

Wenn du nach einer DATEV Alternative suchst, weil du deine Buchhaltung selbst erledigen oder weniger abhängig von einem Steuerberater sein willst, sind diese sechs Tools die richtigen Kandidaten.

Buchhaltung ohne DATEV — Norman macht das automatisch

Norman verbindet sich mit deinem Geschäftskonto, kategorisiert Transaktionen per KI und reicht die UStVA direkt beim Finanzamt ein — ohne DATEV, ohne ELSTER, ohne Steuerberater.

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Die 6 besten DATEV Alternativen für Selbstständige (2026)

1. Norman — KI-Buchhaltung kostenlos für Freelancer und GmbHs

Norman ist eine KI-gestützte Buchhaltungslösung, die speziell für Selbstständige in Deutschland entwickelt wurde. Du verbindest dein Geschäftskonto, und Norman kategorisiert Transaktionen automatisch, erstellt Rechnungen und bereitet deine Umsatzsteuervoranmeldung vor — alles ohne manuelles Eintippen von Zahlen.

Besonders stark: Norman unterstützt E-Rechnungen im XRechnung- und ZUGFeRD-Format, erkennt Belege per Foto-Upload und reicht die UStVA direkt beim Finanzamt ein. Für Nutzer der Rechnungsstellung gibt es professionelle Vorlagen, die automatisch alle Pflichtangaben nach §14 UStG enthalten. GmbH- und UG-Inhaber profitieren von speziellen Features für Gesellschafterausgaben und Körperschaftsteuer-Vorbereitung.

Preis: Kostenlos — unbegrenzte Buchhaltung und Rechnungsstellung ohne Limit
Für wen: Freelancer, Einzelunternehmer, GmbH/UG-Inhaber, die Buchhaltung selbst oder mit minimaler Unterstützung erledigen wollen


2. Lexware Office (ehemals Lexoffice) — Platzhirsch für Selbstständige

Lexoffice wurde 2024 in Lexware Office umbenannt und ist nach wie vor die meistgenutzte DATEV Alternative für Selbstständige in Deutschland. Die Software bietet Rechnungsstellung, Belegerfassung, EÜR und UStVA in einem Paket. Ein Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten: die UStVA-Einreichung ist bereits im günstigsten Plan (S, €7,90/Monat) enthalten.

Wer vollständige Buchhaltung mit EÜR und Auswertungen braucht, landet beim Plan L für €21,90/Monat — dem meistgewählten Tarif laut Lexware selbst. Für alle Details: Norman vs. Lexoffice im direkten Vergleich.

Preis: Plan S ab €7,90/Monat (UStVA inklusive), Plan L (vollständige Buchhaltung + EÜR) €21,90/Monat
Für wen: Selbstständige, die eine etablierte Lösung mit großer Community wollen


3. sevDesk — Funktionsreich und für Wachstum ausgelegt

sevDesk richtet sich an Selbstständige und Kleinunternehmen, die etwas mehr Funktionalität brauchen: Warenwirtschaft, Projektabrechnung und umfangreiche Auswertungen. Die Oberfläche ist moderner als DATEV. E-Rechnungen (XRechnung und ZUGFeRD) sind in allen Plänen enthalten — sogar im kostenlosen Free-Plan mit 3 Rechnungen pro Monat.

Für vollständige Buchhaltung mit automatisiertem Bankimport, KI-Belegerfassung und direkter UStVA-Einreichung brauchst du das Buchhaltungs-Paket: €25,90/Monat (monatlich kündbar) oder €22,90/Monat im Jahresabo. Mehr dazu im Norman vs. sevDesk Vergleich.

Preis: Kostenlos (3 Rechnungen/Monat); Buchhaltung mit UStVA ab €22,90/Monat (Jahresabo) oder €25,90/Monat (monatlich)
Für wen: Selbstständige mit komplexeren Anforderungen, die mittelfristig skalieren wollen


4. WISO MeinBüro — Günstig und vertraut

WISO MeinBüro (von Buhl Data, der Macher des bekannten WISO Steuer) richtet sich an Selbstständige und Kleinunternehmen. Das XS-Paket für €9/Monat eignet sich für Gründer und Nebenberufler bis €25.000 Umsatz. Für wachsende Unternehmen ohne Umsatzgrenze gibt es den S-Plan für €19/Monat oder M für €39/Monat.

Die Schwäche: Im Vergleich zu modernen Cloud-Lösungen ist die Automatisierung (KI-Kategorisierung, smarter Bankimport) deutlich schwächer. Wer die WISO-Marke aus Steuererklärungen kennt und einen günstigen Einstieg in die Selbstständigkeit sucht, findet hier eine vertraute Oberfläche.

Preis: XS ab €9/Monat (bis €25.000 Umsatz), S ab €19/Monat, M ab €39/Monat
Für wen: Preisbewusste Selbstständige und Gründer mit einfachen Anforderungen


5. FastBill — Rechnungen, Belege und einfache Buchhaltung

FastBill hat seinen Ursprung im Rechnungsmanagement und bietet heute eine Komplettlösung für Freelancer. Besonders stark ist das Rechnungsmodul: professionelle Templates, automatische Zahlungserinnerungen, Online-Zahlung via Stripe-Integration. E-Rechnungen (ZUGFeRD und XRechnung) und DATEV-Export sind bereits im Solo-Einsteigertarif enthalten.

Die direkte UStVA-Einreichung beim Finanzamt gehört nicht zu den Kernfeatures der Basisversion — wer das braucht, sollte die Pläne genau vergleichen. Für reine Rechnungsstellung und Belegerfassung ist FastBill aber ein solider Kandidat.

Preis: Solo €10/Monat (oder €9/Monat im Jahresabo), Plus €15/Monat, Pro €30/Monat
Für wen: Freelancer mit hohem Rechnungsvolumen und Fokus auf Debitorenmanagement


6. Accountable — Steuerfokus für Freelancer

Accountable ist auf Steueroptimierung für Freelancer spezialisiert. Das Tool hilft dabei, Ausgaben steuerlich zu kategorisieren, Vorauszahlungen zu schätzen und die Steuererklärung vorzubereiten. Praktisch: E-Rechnungen via Peppol und eine kostenlose Geschäftskarte sind bereits im kostenlosen Plan enthalten, der allerdings nur 5 Ausgaben pro Monat erlaubt.

Die UStVA-Einreichung ist erst im Taxes-Plan verfügbar (€37,40/Monat monatlich oder €29,90/Monat jährlich). Wer nur Buchhaltung ohne UStVA braucht, kommt mit dem Bookkeeping-Plan (€24,90/Monat) aus. Einen vollständigen Vergleich findest du im Artikel Norman vs. Accountable.

Preis: Kostenlos (eingeschränkt, 5 Ausgaben/Monat), Bookkeeping €19,90/Monat (Jahresabo), Taxes mit UStVA €29,90/Monat (Jahresabo)
Für wen: Freelancer, die primär Steuern im Blick behalten wollen und keine komplexe Buchhaltung brauchen


Vergleichstabelle: DATEV vs. die Alternativen

Tool

Preis/Monat

Direkt für Selbstständige

KI-Automatisierung

UStVA-Einreichung

E-Rechnung

DATEV Unternehmen Online

Keine öffentl. Preise (via StB)

Nein

Nein

Via Steuerberater

Ja

Norman

Kostenlos

Ja

Ja

Direkt

Ja

Lexware Office (Lexoffice)

ab €7,90 (alle Pläne inkl. UStVA)

Ja

Teilweise

Direkt

Ja

sevDesk

ab €22,90 (Buchhaltung, Jahresabo)

Ja

Teilweise

Direkt

Ja (alle Pläne)

WISO MeinBüro

ab €9 (XS, bis €25K Umsatz)

Ja

Nein

Eingeschränkt

Nein

FastBill

ab €10 (Solo)

Ja

Nein

Eingeschränkt

Ja (ab Solo)

Accountable

ab €29,90 (Taxes inkl. UStVA, Jahresabo)

Ja

Teilweise

Ab Taxes-Plan

Ja (kostenlos)


Wann macht DATEV für Selbstständige noch Sinn?

DATEV ist nicht per se schlecht — es ist nur für den falschen Zweck. Es macht nach wie vor Sinn, wenn:

  • Dein Steuerberater DATEV nutzt und ihr Belege sowie Buchungen nahtlos austauschen wollt. DATEV Unternehmen Online ist dann das Mandanten-Modul, das du für den Belegupload verwendest — die eigentliche Buchhaltung macht der Steuerberater.

  • Dein Unternehmen buchführungspflichtig ist (GmbH/AG mit doppelter Buchführung) und du einen festangestellten Buchhalter beschäftigst, der DATEV-zertifiziert ist.

  • Du in einer spezialisierten Branche arbeitest, für die DATEV branchenspezifische Erweiterungen anbietet (z. B. für Ärzte, Kanzleien, Architekten), die andere Tools nicht abdecken.

Für die Mehrheit der Freiberufler, Einzelunternehmer und kleinen GmbHs, die ihre Buchhaltung weitgehend selbst digitalisieren wollen, ist DATEV schlicht überdimensioniert — und durch die versteckte Preisstruktur teurer als nötig.


Fazit: Die richtige DATEV Alternative hängt von deiner Situation ab

Wenn du Selbstständiger bist und deine Buchhaltung mit möglichst wenig Aufwand selbst erledigen willst, ist Norman eine der modernsten Optionen — und kostenlos. Lexware Office (Lexoffice) ist die etablierteste DATEV Alternative mit breiter Community; bereits ab €7,90/Monat inklusive UStVA. sevDesk überzeugt mit E-Rechnung in allen Plänen und einer sauber gestuften Preisstruktur. WISO MeinBüro ist der günstigste Einstieg. FastBill punktet bei Rechnungsvolumen, Accountable beim steuerlichen Überblick.

DATEV kannst du als Selbstständiger getrost links liegenlassen — es sei denn, dein Steuerberater besteht darauf. In dem Fall lohnt es sich zu fragen, ob nicht auch eine moderne DATEV-kompatible Alternative (viele Tools bieten DATEV-Export) den Datenaustausch ermöglicht.

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Norman gibt niemals finanzielle, rechtliche oder steuerliche Beratung.

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